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Aktuelle News aus dem Online Marketing

Online Marketing Blog

Was tut sich gerade im Online Marketing? Und was tut sich bei uns in der Agentur? Über welche Themen denken wir nach? Wie erkläre ich Online Marketing meinen Eltern? Und welche Technologien sind auch für uns neu? Wir schreiben mit Expertise und einem Augenzwinkern über Themen rund um den digitalen Playground und unser Team.

Genderfu** oder doch nicht?

Guten Morgen liebe Schüler oder soll das lieber Guten Morgen liebe Schüler: innen heißen?

Jede:r erinnert sich mehr oder weniger gern an diese guten Morgen Begrüßung in der Schule. Ein Ort, der uns auf unser Leben vorbereitet, indem niemand ausgegrenzt werden soll, egal welche Hautfarbe, Herkunft oder sexuelle Orientierung. Aber findet diese Ausgrenzung bezüglich der sexuellen Orientierung doch nicht statt, wenn die Lehrkraft andauernd guten Morgen Schüler sagt?

Laut Duden ist das Wort ,,Schüler‘‘ ein maskulines Substantiv. Wenn man auf der Seite weiter nach unten scrollt, findet man eine Anmerkung, dass dieses Wort in manchen Situationen aber auch für alle Geschlechter verwendet werden kann. 

Wann sind dann diese Situationen und ist es dann nicht einfacher gleich zu Gendern? Einige würden jetzt anfangen die Sinnhaftigkeit anzuzweifeln. Sie werden sich vermutlich fragen: ,,bringts das?“ oder ist das Genderfu**, der die deutsche Sprache negativ beeinflusst?

Sprachen verändert sich und dass ist meiner Meinung auch gut so. Es zeigt, dass eine Sprache lebt und nicht tot ist, wie z.B. die Schriftsprache Latein. Im vergangenen Jahr wurden rund 1000 weitere Begriffe zum Thema Corona erfunden. Klopapierhysterie, Balkonklatsch und Knuffelkontakt sind drei gute Beispiele. Wer hätte gedacht, dass wir uns mal ums Klopapier streiten werden. Aber zurück zur Eingangsfrage. Ich bin der Meinung, dass durch diese fünf weiteren Schriftzeichnen viel positiv verändert werden kann. Es zeigt auf, dass in einer Gesellschaft Frauen und Personen, die der LGTBQ+ Community angehören weniger diskriminiert werden.

Apropos wenn wir schon beim Thema sind. Gendern bei Berufen. Ein klassisches Beispiel: die medizinischen und pflege Berufe. Es gerät gerne mal in Vergessenheit, dass auch Männer Krankenpfleger und Frauen auch Ärztinnen sind. Warum denken wir immer an einen Arzt, der eine Lesebrille trägt, weiße Haare hat und Mitte fünfzig ist und an eine junge Krankenschwester. Durch diese fünf weiteren Schriftzeichnen wird deutlich gemacht, dass alle Geschlechter in diesen Berufen vertreten sind.

Auch wenn sich weiterhin viele Menschen weigern werden zu gendern und dies eher als Einschränkung und Kontrolle empfinden, kann ich diesen Personen versichern, dass ihnen nichts weggenommen wird. Niemand muss Angst haben etwas zu verlieren. Es benötigt fünf weitere Schriftzeichnen, mehr aber nicht.

Also ,,High Five‘‘ und spart lieber an anderen Ecken, z. B. beim Thema Plastikkonsum.

 

Warum wir Tofu-Witze nicht mehr hören können…

Was uns bewegt

Kaum etwas spaltet Familienfeiern und nächtliche WG-Gespräche so sehr wie die Tofu-Bratlinge auf der Grillparty am Vorabend. Braucht es das? Schmeckt das? Wann wird dieser Trend vorbeigehen?

Wir finden: gar nicht. Denn vegane Ernährung ist kein Trend. Schlaghosen sind ein Trend, vielleicht auch Zucchini-Nudeln oder der Man Bun. Und auch wenn vegane Produkte und der ganze Lifestyle rund um Acai-Bowls, Avocado-Toast und Bananenbrot durchaus trendy sein können, steckt doch etwas mehr hinter der Sache. 

Doch bevor wir uns den Vorteilen von veganer Ernährung zuwenden, widmen wir uns der Gegenseite. Denn Veganismus hat viele Kritiker:innen, allerdings sind die Argumente meist eher von unsachlicher Art.

 

#1 Gefühle oder nicht?

Das wohl häufigste Totschlag-Argument von Fleischesser:innen nachdem man den ethischen Aspekt von Ernährung anspricht, ist wohl “Pflanzen haben auch Gefühle…”.  Vorerst: Ja, Pflanzen haben auch Gefühle. Aber nein, sie sind nicht mit den Empfindungen von Tieren gleichzusetzen. Denn es fehlt ihnen ein zentrales Nervensystem und Gehirn, welche für Schmerzempfindung verantwortlich sind. 

Abgesehen davon ergibt die Argumentation auf logischer Ebene keinen Sinn. Denn eine omnivore Ernährung verbraucht durchaus mehr pflanzliche Ressourcen als eine vegane Ernährung: Für ein Kilogramm tierisches Protein werden sechs Kilogramm pflanzliches Protein benötigt (Aiking, 2011). Wer sich also Pflanzenliebhaber:in sein will, sollte Gemüse, Getreide und Co. besser direkt essen und nicht zuvor an Tiere verfüttern: So “sterben” am wenigsten pflanzliche Lebewesen.

 

#2 An was es uns mangelt

“Aber wenn du nur Pflanzen isst, woher bekommst du dann dein Eiweiß?” Auf gesundheitlicher Ebene bekommt man zudem oft zu hören, dass man als Veganer:in schnell unter einem Nährstoffmangel leiden kann.

Hier muss allerdings zwischen zwei Arten von Nährstoffen unterschieden werden: Was Mikronährstoffen angeht, ist es tatsächlich etwas kompliziert. Denn auch wenn pflanzliche Ernährung häufig weniger Cholesterin und mehr Vitamine beinhaltet, gibt es doch zahlreiche Nährstoffe auf die geachtet werden muss. Neben Eisen, Omega3, Zink und Jod sollte vor allem auf Vitamin B12 ergänzend eingenommen werden. Denn das sogenannte Leistungs- Vitamin ist essenziell für unseren Organismus. 

Makronährstoffe wie Eiweiß und gesunde Fette lassen sich aber auch mit fleischloser Ernährung ausreichend abdecken: durch Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse, grünes Gemüse und Soja. Bewusst sollte man sich als Veganer:in also auf jeden Fall ernähren.

 

#3 Versteckte Klimasünde?

Stichwort Soja: Ist das jetzt gut oder schlecht? War da nicht was mit dem Regenwald? Nein, denn der Großteil der Soja-Produkte (Milch, Tofu, Tempeh, etc.) stammt aus ökologischem und/oder europäischem Anbau. Meist ist es das Tierfutter, was Soja aus Übersee enthält, und das auch nicht zu knapp. 

Was das Ganze bedeutet? Egal ob gesundheitlich, ethisch oder ökologisch: Witze über Veganismus sind nicht nur unangebracht, sie haben auch keine Grundlage. Ganz im Gegenteil. Eine vegane Ernährung kann sehr viele Vorteile haben, denn sie ist zum Beispiel klimafreundlicher als ein omnivorer Lebensstil. Vor allem Treibhausgase werden durch einen Verzicht von tierischen Lebensmitteln gespart, besonders wenn es um Rindfleisch- und Milchproduktion geht: “Man schätzt, dass 5 bis 7·10⁹ Tonnen an Treibhausgasen pro Jahr alleine durch die Fleischproduktion entstehen, dies sind 15 bis 24 % der gesamten Emission an Treibhausgasen. Betrachtet man verschiedene Lebensmittel, so weist Frischfleisch mit 17 kg CO2 pro kg Fleisch die größte Abgabe von Treibhausgasen auf. Auch bei Käse sind diese Werte sehr hoch und liegen bei 15 kg” (Jöbstl, 2018, S.25-26).

Darüber hinaus werden für ein Kilogramm Fleisch 20 Tonnen Wasser benötigt (Aiking, 2011).  Bei einer Gegenüberstellung von Kidney Bohnen und Rindfleisch wird deutlich, wie hoch der Ressourcenverbrauch durch Fleischkonsum sein kann. Ein kg Rind benötigt achtzehn-mal so viel Land, zehnmal so viel Wasser, neunmal mehr Treibstoff und zwölf-mal weniger Dünger (Vgl.: Jöbstl, 2018, S.25). Eine pflanzliche Ernährung schont somit nicht nur Ressourcen, sie würde in der Theorie auch eine Umverteilung von Lebensmitteln ermöglichen, da mehr vorhanden wären.

 

Genug gelacht

Angesichts dieser Erkenntnisse wäre es vielleicht angebracht, die Tofu-Witze in Zukunft eher stecken zu lassen. Außerdem ist es eh schon fast wieder out, sich über vegane Ernährung lustig zu machen – lästert lieber über Korruptionsskandale in der Politik. Und falls ihr für die Aufreger-Runde einen Snack braucht: Veggie-Burger sind eine große Empfehlung von Team Mindplay.

 

Tipp für den März: Podcasts für das Homeoffice, Lockdown-Wochenenden und den ganzen Rest

Während der Arbeit, unter der Dusche oder als Einschlafhilfe: Podcasts sind das ideale Nebenbeimedium. Und sie werden gehyped – allerdings zurecht!

Denn egal ob man informiert, unterhalten oder abgelenkt werden möchte: Man findet immer einen passenden Podcast. Das Format bietet einen großen Spielraum für Kreativität und reicht von Gesprächen unter Freund:innen bis zu professionellen Interviews. Eine Folge kann zwei Minuten oder acht Stunden lang sein, zum Lachen oder zum Nachdenken bringen.

Unser Team hat eine kleine Liste mit den aktuellen Podcast-Favoriten zusammengestellt, um euch eure Zeit zu versüßen und zu bereichern.

 

1. MORD UND TOTSCHLAG

Du stehst auf Krimis und hast starke Nerven? Dann ist der True-Crime Podcast “Zeit Verbrechen” dein neuer bester Freund. Hier wird über wahre Begebenheiten und unaufgeklärte Kriminalitäten, Morde und Co. gesprochen. Gerade zum abspülen, aufräumen und putzen kann man besonders gut den Unterhaltungen von Sabine Rückert aus der Zeit-Chefredaktion mit dem Leiter des Wissensressorts, Andreas Sentker lauschen.

 

2. EINE PRISE POLITIK…


…wird im Podcast “Feuer und Brot” mit Popkultur vermischt. Das monatliche Freundinnengespräch von Alice Hasters und Maxemiliane Haecke dreht sich um Rassismus, Feminismus, Cancel-Culture, Verschwörungstheorien und, und, und. Sehr entspannt und vor allem auf verständliche Weise thematisieren die beiden, was sie aktuell beschäftigt und werfen so einen Blick auf Missstände und kulturelle Vorgänge.

 

3. EINFACH MAL EINSCHLAFEN


Nach einer Stunde im Bett immer noch wach? Dann hilft nur eins: der Podcast “Einschlafen mit Wikipedia”. Das Konzept ist simpel, aber genial und besteht praktisch daraus, dass dir Tillmann und Fine abwechselnd ausgewählte Wikipedia Artikel vorlesen. Und da nichts so ermüdend ist wie unnützes Wissen über den Teekanneneffekt oder Jakob Fugger, kann man ganz entspannt eindösen.

 

4. EIN BLICK IN DIE PSYCHE


Pychische Krankheiten werden nicht nur stigmatisiert, sie werden auch oft nicht thematisiert. Dabei sind sie weit verbreitet und sollten ernst genommen werden. Und genau das macht Miriam Davoudvandi in ihrem Podcast “Danke, gut.” Allerdings nicht allein! Sie spricht mit Menschen aus der Popkultur über Mental Health, toxische Männlichkeit und Depression. Locker, offen und vor allem ehrlich gewinnt man so einen Einblick die Probleme und Lösungen.

 

5. KLIMA KLIMA KLIMA


Es ist überall und es ist wichtig: das Thema Klima. Begriffe werden hin und her geschleudert, selten hat man wirklich das Gefühl, informiert zu sein oder einen Durchblick zu haben. Klar, denn das Phänomen Klimawandel ist kompliziert und kurze journalistische Beiträge können es nicht abdecken. Zum Glück gibt es Luisa Neubauer, die in ihrem Podcast 1,5 Grad regelmäßig mit verschiedenen Menschen über den Klimawandel und seine potenziellen Folgen spricht. Persönlich, detailliert und informativ erfährt man so Stück für Stück immer mehr über das, was uns jetzt schon betrifft und was uns erwarten könnte, wenn wir nicht handeln und eine Erderwärmung über 1,5 Grad zur Realität wird.

 

6. BEZIEHUNGEN…


“Darüber sprechen wir nicht” – Oft gehört, oft gesagt. Allerdings machen Charlotte Roche und ihr Ehemann Martin Keß-Roche genau das nicht: Verklemmt sein. In ihrem Podcast „Paardiologie“ reden die beiden offen und ehrlich über ihre Beziehung, Beziehungen an sich, Affären, Sex, Schmerzen und Liebe. Sie zeigen sich verletzlich und stark und geben so einen Einblick in ihr Leben als Paar. Man kann gut zuhören und vor allem lernen, offener zu werden – natürlich Schritt für Schritt und in seinem eigenen Tempo.

 

7. SELBSTLIEBE, NACHHALTIGKEIT UND MEDITATION

A Mindful Mess – Der Podcast, der vieles abdeckt. Gesprochen von der Influencerin dariadaria und in Teilen begleitet von Gästen geht es um Persönlichkeitsentwicklung, Schwächen, sensible Themen, Psyche und Nachhaltigkeit. Außerdem gibt es regelmäßig passende Meditationen. Zum gut fühlen, entspannen und reflektieren ist dieser Podcast deine ideale Begleiterin auf Wegen, zuhause oder auch nebenher.

 

Natürlich sind diese sieben Podcasts nur kleine Empfehlungen und Anregungen an und für euch. Hoffentlich ist etwas für euch dabei, was euch Freizeit und To-Do´s versüßt.

Euer Mindplay-Team

 

Die vier Wände und ich:

Home Office Mindplay Marketing München Schreibtisch

Viva la Homeoffice oder Tristesse pur?

Arbeiten im Pyjama, Kaffee von daheim und zwischendurch die Wäsche aufhängen. Manche genießen es, manche verdammen es – das Homeoffice. Dass es angesichts der aktuellen Pandemie absolut notwendig ist, steht außer Frage. Jetzt heißt es also, das beste draus machen. Aber wie? 

Wir stellen euch vor, was unsere Schwierigkeiten im Homeoffice sind und welche Tipps wir parat haben, um doch noch ein paar To-Dos abzuhaken: 

#1 “Suche Motivation biete Snooze-Taste”  

Zwar können wir länger schlafen, seitdem es heißt “wir arbeiten jetzt von daheim!”, allerdings scheint uns in den eigenen vier Wänden etwas Essenzielles schnell abhanden zu gehen: die Motivation. Ist die nicht vorhanden, meldet sich auch die Produktivität krank. Und dann, ja dann steht man im Homeoffice tatsächlich ziemlich allein dar. Das bedeutet also: Alles tun, damit man so motiviert wie möglich bleibt, denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, heißt es zumindest. 

Unsere COO Nadine sorgt zum Beispiel mit reichlich Getränken wie Kaffee, Tee und Co. für genug Anreiz, um sich weiter den anstehenden Aufgaben zu widmen. 

 

#2 Konversation is key! 

 

Was tatsächlich noch ein großer Nachteil in puncto Homeoffice ist: Deine Kolleg:innen sitzen nicht direkt neben dir. Das erschwert nicht nur den Workflow, sondern verändert natürlich auch die Arbeitsstimmung. Keine Insiderwitze, kein abgleichen von Prozessen, keine Absprache bei kleinen Details von Projekten und: niemand der sich Snacks mit dir teilt! 

Aber es gibt eine Alternative: Konny empfiehlt, das Potenzial von Handy und Videotelefonate so richtig auszuschöpfen. Lasst die Leitungen heiß laufen und tauscht euch aus. Es ist zwar nicht das gleiche wie im wirklichen Büro, aber eine wunderbare Notfall-Lösung. 

 

#3 Trick your Mind!

Neben den Kolleg:innen im Büro fehlt noch eine ganz entscheidende Sache: das Büro selbst. Denn der Weg vom Bett an den Schreibtisch ist nicht weit und das eigene Heim verleitet einen auch dazu, einfach im Schlafanzug zu bleiben. Man verfällt der eigenen Gemütlichkeit und bleibt mit dem Kopf dann weniger bei wichtigen Projekten. 

Dagegen kann man aber aktiv angehen: Gestalte alles so Office-mäßig wie möglich. Sofia zieht sich zum Beispiel auch richtige Schuhe im Homeoffice an. So hat man zumindest körperlich das Gefühl, im Büro zu sein und fühlt sich zusätzlich um einiges professioneller. 

Wir hoffen sehr, dass ihr nun mit Kaffee, Telefon und Schuhen besser durch den Tag kommt. Ingesamt hilft es aber auch daran zu erinnern, dass wir uns in einer Ausnahmesituation befinden. Es ist also normal, weniger Motivation und Inspiration zu haben! Es heißt also: Durchhalten!

Programmatic Advertising 101 – Automatisch gut?

147 Milliarden US$ sollen im Jahr 2021 weltweit für Programmatic Advertising ausgegeben werden – mehr als ein Drittel der gesamten digitalen Werbeausgaben. Angesichts der rasant steigenden Nutzung programmatischer Buchungen lohnt es sich, zumindest einen kurzen Blick auf die Funktionsweise zu werfen.

Anders als bei klassischen Werbeformaten erfolgt die Buchung von Werbeflächen beim Programmatic Advertising nicht über den direkten Kontakt zwischen Werbetreibenden und Anbieter:innen von Werbeflächen (Publishern), sondern automatisiert über einen Marktplatz, sogenannte Ad Exchanges. Diese Börsen greifen auf verschiedene Angebots-Netzwerke von Werbeflächen (sog. SSPs) zu und matchen diese mit den Nachfragenden von Werbeflächen, z.B. großen E-Commerce Unternehmen. Die Unternehmen greifen über Nachfrage-Plattformen (sog. DSPs) auf die Ad Exchanges zu und bieten in Echtzeit gegeneinander um die für sie interessanten Werbeflächen (RTB). Wenn ein:e Gewinner:in feststeht, wird dessen/deren Werbung im erkauften Slot auf der Website des Publisher angezeigt und von den Nutzenden gesehen.

Die Auswahl der für die Unternehmen passenden Werbeslots erfolgt dabei ebenfalls automatisch. Im Interface der genutzten Plattform des jeweiligen DSPs lassen sich Zielgruppen erstellen und durch 3rd Party Data ergänzen. Wenn Nutzer:innen eine der im Werbe-Netzwerk enthaltenen Websites besuchen, wird deren Buyer Profile mit den voreingestellten Zielgruppen-Merkmalen abgeglichen, um so zu ermitteln, ob es sich um potentielle Käufer:innen oder Interessent:innen für die beworbene Leistung handelt. Ist dies der Fall, beginnt der oben beschriebene Auktionsprozess. All diese Schritte laufen dabei innerhalb von Millisekunden ab, sodass die Werbung bereitsteht, sobald die Website fertig geladen ist. Insgesamt ergibt sich daraus folgendes System verschiedener Akteur:innen:

 

 

Um trotz aller Automatisierung dennoch ein gewisses Maß an Kontrolle über die Umgebung der Werbeflächen zu behalten, lassen sich White- und Blacklists erstellen, welche die Brand Safety, also eine geeignete kontextuelle Umgebung für das Unternehmen, gewährleisten. Darüber hinaus schützen technische Mechanismen davor, durch Viewbots Ad Fraud zu erleiden und stellen sicher, dass jeder View oder Klick von einer “echten” Person getätigt wird. Um den Prozess noch einmal deutlicher darzustellen, folgt nun ein Beispiel mit fiktiven Unternehmen:

 

Der Sportartikelhersteller Mapu möchte Online-Werbung für neue Laufschuhe schalten. Zu diesem Zweck erstellt Mapu eine Zielgruppe mit passenden demographischen Merkmalen und Interessen (z.B. 16-50 Jahre, Outdoor- und Sportinteressiert). Außerdem greift Mapu auf die Gesamtheit der bisherigen Käufer:innen zurück und kombiniert diesen Datensatz mit den Zielgruppenmerkmalen der neuen Kampagne. So weiß Mapu, welche neuen Personen potentielle Kund:innen werden und welche Bestandskund:innen eventuell Interesse haben könnten. Diese Daten speist Mapu im nächsten Schritt, zusammen mit den andere Parametern der Kampagne wie Dauer, Budget oder Zielsetzung, in die von Mapu präferierte DSP-Plattform ein.

Auf der Gegenseite steht der beliebte Laufblog www.runningrudi.de, der jeden Tag von sehr vielen Läufer:innen und Interessierten besucht wird. Rudi möchte diese Vielzahl an Besucher:innen nutzen, um damit Geld zu verdienen und meldet sich deshalb mit seinen freien Werbeflächen wie Bannern, Skyscrapern oder Native Rectangles bei einem SSP an, um diese Ad Slots dort zum Verkauf anzubieten. Sobald Nutzer:in “1234” die Seite betritt, sendet die Website deren Informationen (anonymisiert) an den SSP, welcher diese, kombiniert mit dem Preis der Werbefläche, an die Ad Exchange weiterleitet.

An der Ad Exchange meldet sich nun der DSP von Mapu, weil das Kund:innenprofil von “1234” zur definierten Zielgruppe passt und Mapus Werbung angezeigt werden soll. Jetzt beginnt der Preiswettbewerb zwischen Mapu und weiteren Bietern (Iken, Boorek, Asadid), wobei der/die höchste Bieter:in den Werbeplatz zum Preis des zweithöchsten Gebots + 1 cent erwirbt. Ist dieser Prozess abgeschlossen, werden alle relevanten Daten und Werbemittel über die Ad Exchange und den SSP an die Website des Publishers (www.runningrudi.de) gesendet und die Werbung wird ausgestrahlt.

 

Auf diesem Wege erfolgt ein transparentes und faires Bietverfahren, an dem alle Beteiligten je nach eingestellten Parametern teilnehmen und mitbieten können und an dessen Ende eine perfekt passende Werbeausstrahlung an eine:n potentielle:n User:in steht, ohne dass ein Mensch ab dem Zeitpunkt  der Kampagnenerstellung eingreifen müsste.

WIR STARTEN EINEN BLOG…

…war unser Vorhaben, als der zweite Lockdown angekündigt wurde. Einen Blog, in dem wir euch rund um’s Online-Marketing informieren und einen Einblick in unser Agenturleben geben. Schließlich wäre es schade, wenn so viele Impulse, witzige Gedanken und natürlich unser wunderbares Team keine kleine Bühne bekämen. Wer uns also näher kennenlernen will oder einfach Lust auf einen Cocktail aus Unterhaltung und Informationen hat, der wird hier fündig! 


Jetzt, ein klitzekleines bisschen später, ist es also soweit! Unser Blog startet in die erste Runde und versorgt euch ab jetzt regelmäßig mit Mindplay-News: Wir erzählen davon, was uns beschäftigt, was uns zum Lachen bringt, wie wir im Homeoffice zurecht kommen und welche Bücher wir empfehlen können. Kurz gesagt: Mindplay teilt ein Stück Gedanken und Glück mit euch – und darauf freuen wir uns schon sehr.

Was genau wir vorhaben? Natürlich wollen wir nicht allzu viel vorwegnehmen, aber so viel können wir sagen: Es wird witzig, intellektuell, hilfreich und sogar kulinarisch! Zusätzlich werden wir unseren Blog-Content auf Social Media erweitern. Wer also möchte, kann uns auf Instagram und Facebook folgen: @mindplaymarketing. 

 

Jetzt heißt es also nur noch: let your mind play! 

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